Wenn die Substanz des Leders an sich in Ordnung und tragfähig ist, lassen sich fast alle Beschädigungen reparieren. Die Grenze des Machbaren wird oft bei sehr altem, sprödem und ausgetrocknetem
Leder erreicht.
Hier kann eine Reparatur bzw. Restauration zwar zu Erhaltungszwecken, z.B. historische Oldtimer sinnvoll sein, für eine weitere dauerhafte Belastung aber nicht mehr ausreichen. Wenn Sie nicht
sicher sind, ob eine Reparatur an Ihrem Leder nun möglich ist oder nicht, dann senden Sie uns einfach einige Bilder sowie Details der betroffenen Stellen per E-Mail oder WhatsApp um beurteilen zu
können, was zu tun ist. Wir rufen Sie dann zu den Möglichkeiten einer Reparatur zurück.
Wir reparieren auch direkt vor Ort bei ihnen oder sie bringen ihre „Problemfälle“ in unsere Werkstätte in Hallwang vorbei und holen sie repariert wieder ab.
Leder im Auto wertet den Innenraum auf. Dabei geht es nicht nur um Ledersitze. Auch Lenkrad und Schaltknauf sind häufig mit Leder überzogen. Damit das Material möglichst lange schön bleibt,
benötigt es eine regelmäßige Pflege. Denn Leder besteht neben Haut und Gerbstoffen aus Fett, Flüssigkeit und Farbstoffen. Mit der Zeit wird das Leder spröde und trocken, deswegen gehört neben der
Reinigung zur Lederpflege auch immer die Rückfettung. Wir geben wertvolle Pflegetipps für die Lederausstattung im Auto.
Junges Leder einmal pro Jahr reinigen: In einem Neuwagen fällt in Sachen Lederpflege kaum Arbeit an. Das Leder kommt frisch vom Gerber und ist noch perfekt präpariert. In den ersten drei Jahren
nach Anschaffung reicht es deswegen aus, die Ledersitze (vor allem stark beanspruchte Stellen wie Sitzauflage und Rückenlehne) einmal jährlich zu reinigen und mit einer leichten
Pflegeversiegelung zu behandeln. Häufiges Pflegen ist nicht notwendig.
Älteres Leder benötigt eine intensivere Zuwendung, aber auch hier ist die Lederpflege einmal, maximal zweimal pro Jahr ausreichend. Es sei denn, es handelt sich um helle Lederbezüge, dann sollte
durchaus alle drei Monate gereinigt und versiegelt werden. Denn Umwelteinflüsse oder Farbrückstände von der Kleidung (z. B. Jeans) sind sehr schnell auf hellem Leder sichtbar.
Bei neuem Leder kommt nach drei Jahren die Rückfettung zur Lederpflege hinzu. Ein- bis zweimal pro Jahr sollte man das Prozedere seinen Ledersitzen gönnen. Passiert das nicht, wird das Leder
trocken, rissig und spröde. Pflegemilch mit UV-Filter schützt auch vorm Ausbleichen durch Sonnenlicht. Gerade für Cabrios ist das eine Empfehlung. Auch hier sei wieder erwähnt: weniger ist mehr!
Ist man bei der Verwendung der Pflegemilch zu großzügig, kann es zu hässlichen weißen Rändern und Rückständen auf dem Leder kommen. Achten Sie unbedingt darauf, für die Rückfettung das richtige
Produkt für Ihre Lederbezüge zu kaufen. Es gibt sie für mattes und glänzendes Leder.
Am besten wählt man einen milden Lederreiniger, der mit einem weichen Schwamm aufgetragen wird. Nur bei älterem und stark verschmutztem Leder darf es auch mal der stärkere Reiniger sein. Für
belüftete Autositze ist Reinigungsschaum von Vorteil, da sich die Löcher im Leder nicht mit dem Reiniger zusetzen. Für Kunstleder gibt es spezielle Kunstleder-Reiniger. Die gängigen Anbieter von
Lederpflege-Produkten haben auch Mittel für Kunstleder im Sortiment.
Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen bleibt nur noch der Griff zum Waschbenzin. Hier gibt es spezielle Produkte, die auf die Lederpflege abgestimmt sind. Das Benzin wird sparsam auf ein
Mikrofasertuch aufgetragen. Das Benzin braucht ungefähr eine Minute, um in den Lappen einzuziehen. Danach kann die sanfte Benzin-Behandlung losgehen. Sind die Ledersitze schon deutlich mit Rissen
übersät, hilft Flüssigleder. In der richtigen Farbe kann es oberflächlichen Schaden kaschieren. Bei tiefen Rissen stößt aber auch Flüssigleder an seine Grenzen.
Für die Rückfettung gibt es spezielle Pflegemilch-Produkte oder Lotionen, die das Leder wieder mit Feuchtigkeit versorgen. Sie werden am besten mit einem Mikrofasertuch sparsam aufgetragen.
Anschließend noch mal mit einem sauberen Tuch nachwischen, um überschüssige Reste zu entfernen.
Für ein komplettes Lederpflege-Set mit Reiniger, Versiegelung, Tüchern, Waschbenzin und Pflegemilch zur Rückfettung werden ungefähr 40 bis 50 Euro fällig. Wer auf die High-End-Produkte
zurückgreift, kann natürlich noch wesentlich mehr ausgeben. Supermärkte oder Drogerien haben meist einen Reiniger und ein Pflegemittel im Angebot. Ist ein breiteres Angebot gefragt, lohnt der Weg
zum Spezialisten. Die Pflegemittel reichen für mehrere Anwendungen, also für ein paar Jahre. Je nach Umfang der Pflege ist sie in ein bis maximal zwei Stunden zu schaffen.
• Schuhcreme eignet sich nicht zur Leder- und Farbpflege im Auto. Egal, wie aufwendig man sie einarbeitet und danach bürstet, Abfärbungen auf der Kleidung sind programmiert.
• Hund oder Kind haben sich auf den edlen Ledersitzen übergeben? Dann kann Glasreiniger Abhilfe schaffen. Aufsprühen, einwirken lassen, danach abtupfen und das Ganze wiederholen. Bloß nicht
rubbeln, sonst gibt es Flecken. Katzenstreu und Shampoo können auch helfen:
Die Katzenstreu zieht Feuchtigkeit auf und kann nach kurzer Zeit einfach weggesaugt werden. Das Shampoo sollte man in die Sitze einarbeiten, trocknen lassen und ebenfalls einsaugen.
• Gegen festklebende Kaugummis helfen Kühlakkus: einfach den Akku in ein Tuch wickeln, drauflegen und warten, bis das Kaugummi hart wird. Danach lässt es sich vorsichtig ab bröseln.
• Häufigstes Ärgernis: Farbflecken aller Art. Hier gibt es unzählige Haushaltsmittel, die sofortige Besserung versprechen. Bitte verzichten Sie auf das Auftragen von Hautcremes oder
Body-Lotionen. Risiko: Es bilden sich hässliche Ränder auf den Sitzen, die nur schwer zu beseitigen sind. Das Gleiche gilt für Laugen, die können das Leder sogar austrocknen und verhärten.
• Generell gilt: Hände weg von artfremden Reinigern wie Felgenreiniger. Auf gar keinen Fall dürfen verderbliche Fette oder Öle eingesetzt werden. Die oxidieren im und auf dem Leder, gammeln
und miefen vor sich hin. Das will wirklich niemand!
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